Bio-Gründer Wettbewerb 2017 erfolgreich gestartet

Die Gewinner des letzten Jahres hatten allesamt die Nachhaltigkeit im Blick. Ob sie nun das Problem des Bienensterbens, die Verschmutzung der Weltmeere mit Plastikmüll oder aber die nachhaltige, biologische Produktion einer Tropenfrucht bearbeiteten, allesamt waren es Gründungskonzepte, die in den Fokus ihrer Betrachtungen den Nachhaltigkeitsaspekt stellen. Wir dürfen gespannt sein, welche Bio-Gründer wohl in diesem Jahr die Nase vorn haben werden?

„Für unseren Wettbewerb suchen wir nicht das fertige Konzept, sondern ganz bewusst die Ideenträger, die einem Problem begegnet sind und dieses lösen möchten. Wir sind deswegen auch kein klassischer Businessplanwettbewerb, sondern ein Ideenwettbewerb für die frühe Phase der Geschäftsmodellentwicklung“, so Dr. Oliver Bonkamp.

Gesucht werden deswegen auch nicht nur die besten, sondern revolutionäre Ideen aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft, der Biotechnologie und Biochemie sowie aus verwandten Bereichen.

„Wir bieten unseren Gründer die komplette Expertise, die unser seit über zehn Jahren aufgebautes Partnernetzwerk bietet. Alle eingereichten Ideenskizzen werden von erfahrenen Branchenexperten begutachtet. Für die besten sieben Teams gibt es zusätzlich ein kostenloses jahresbegleitendes Coaching“, so Dr. Christian Rose, Geschäftsführer der veranstaltenden Bio-Security Management GmbH.

 

Nach knapp einem Jahr sind wir gespannt, wie sich Jacky F. entwickelt hat, die zu den Gewinnern des Bio-Gründer Wettbewerbs 2016 gehört.

 

Im Gespräch mit Julia Huthmann, Gründerin von Jacky F. – das ist Fruchtfleisch.

 

Frau Huthmann, wie kam es zur Gründung von Jacky F.?

„Ich habe während ich in Sri Lanka gelebt habe die Jackfruit entdeckt. Beeindruckt hat mich die fleischige Konsistenz und ich sah ein Potential im Markt für vegetarische Produkte. Erstaunt war ich, als ich feststellte, dass die Frucht in Deutschland nicht verfügbar war und insbesondere nicht in Bio-Qualität. Somit war klar, dass ich selber ran muss.“

 

Was ist denn das Besondere an der Jackfruit?

„Jackfruit lässt sich hervorragend für herzhafte Gerichte wie Frikadellen und Gulasch nutzen. Viele sagen dazu Fleischersatz – ich bevorzuge lieber das Wort Fruchtfleisch.  Zudem ist es eine kalorienarme Alternative ohne Soja und Gluten, damit erfüllt sie die Bedürfnisse vieler Kunden.“

 

Sie kommen aus Sri Lanka zurück, haben die Jackfruit im Gepäck und sagen sich – die bringe ich jetzt in Deutschland auf den Teller! Nach der Idee kommt die Arbeit, wie sind Sie vorgegangen?

„Meine Arbeit fing schon in Sri Lanka an. Vorort habe ich mir einen Partner gesucht, der die Jackfruits in Dosen einkochen kann, um sie nach Deutschland transportieren zu können. In Deutschland ging es zunächst darum zu testen, ob meine Begeisterung auch die Bedürfnisse meiner Kunden trifft. Ich habe ein großen Interesse gespürt, was mich motivierte und half alle Hürden zu nehmen, bis ich letztendlich Ende letzten Jahres die ersten Jackfruits importiert habe.“

 

Wo lag für Sie im Gründungsprozess bis dato die größte Herausforderung und wie haben Sie diese Herausforderung gemeistert?

„Der Lebensmittelmarkt ist stark reguliert. Um allen Anforderungen gerecht zu werden, habe ich mit vielen Experten gesprochen und nach und nach ein Netzwerk aufgebaut.“

 

Was möchten Sie den Bio-Gründern als Ratschlag mit auf den Weg geben?

„Am Anfang müssen Gründer ganz viel mit ihren potentiellen Kunden sprechen. Nur Produkte und Geschäftsmodelle, die den Bedürfnissen entsprechen und Probleme lösen sind langfristig sinnvoll und erfolgreich. Und lieber konservativ rechnen, meistens sind die Kosten höher und die Umsätze kommen später als geplant.“

 

Der zeitliche Ablauf:

Startschuss: 1. März 2017

Anmeldeschluss: 30. Juni 2017

Preisverleihung: 14. September 2017

 

Die Preise:

  1. Platz: Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von über 4.000 €.
  2. Platz: Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von über 2.000 €.
  3. Platz: Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von über 1.000 €.

 

Zurück